Der Abzug ist die Fotografie
Wann ist eine Fotografie vollendet? Eine Wortmeldung.
Mit digitalen Fotografien ist es so eine Sache. Mehr und mehr Aufnahmen lagern auf der Festplatte, sind auf dem Bildschirm zu betrachten, einige landen vielleicht auch in so macher Online-Galerie. Dennoch schaffen sie es nicht, eine echte, dauerhafte Existenz in der 'wahren' Welt anzunehmen.
<kleiner_philosophischer_exkurs>
Natürlich können wir nun philosophieren über die tatsächlich unbedeutende und damit ebenso flüchtige weltliche Existenz von Dingen im Verhältnis zur Ewigkeit des Universums. Aber die Flüchtigkeit von Fotos auf einem Computerbildschirm wird in diesem Zusammenhang umso mehr zu einem Hauch einer Idee, gerade noch zu erahnen und schon wieder verschwunden, eben nicht zu einem dinglichen, erfahrbaren Gut.
</kleiner_philosophischer_exkurs>
Es ist für mich im Vergleich zum Anschauen auf dem Bildschirm ein gewichtiger Unterschied, eine Fotografie als Abzug zu betrachten. Ich habe große Freude daran, hin und wieder Abzüge von meinen Fotos herstellen zu lassen. Ich meine damit nicht, eine Qualitätsaussage zu meinen Fotos zu machen. Was ich meine ist, daß das Betrachten eines Abzugs mir deutlich mehr Freude macht, als das Betrachten des Fotos auf dem Bildschirm.
Es geht einfach nichts über die Haptik und Anmutung einer ausbelichteten Fotografie.
Umso mehr gilt es, für eine digitale Fotografie eine möglichst originalgetreue, dauerhafte und schöne Darstellung auf Papier zu finden. Natürlich kann man hierzu zahllose Stunden mit dem Druck in Eigenregie verbringen. Aber ich ziehe das Fachlabor vor, das mir von Zeit zu Zeit die Fotos ausbelichtet, die ich gerne 'in Natura' sehen möchte.
Sicher sind dem Grenzen gesetzt, finanzielle wie praktische. Aber in den Fällen, wo es dann mal wieder dazu kommt, ist das Ergebnis immer ein Genuß. Und vor allem einer, den man wieder und wieder genießen kann.
Die Abzüge hängen beileibe nicht alle irgendwo an einer Wand. Sie landen auch in einer Ablage, meinem Archiv für Abzüge. Aber ich kann immer wieder auf sie zurückkommen, sie in die Hand nehmen, zusammenstellen, betrachten. Allein oder auch zusammen mit anderen. Ganz so wie vor der Digitalfotografie.
Aber warum sage ich das, warum stelle ich es hier ins Blog? Nun, ich möchte bei Euch dieselbe Lust wecken, Eure Fotografien nicht nur auf einer Festplatte oder den einschlägigen Online-Galerien verschwinden zu lassen. Laßt sie Wirklichkeit werden, denn nur so ist der Prozeß vollendet, eine Fotografie zu machen.
Fotokurzgeschichten
Die photochrome gallery kann jetzt noch besser erzählen
Geschafft. Einen Teil der vergangenen zwei Tage habe ich mit dem Einbau des Autoviewer in meine Fotogalerie verbracht. Ich hatte dort bereits einige Zeit eine 'Ecke' mit statischen Diashows auf der Basis von Autoviewer.

Allerdings hatte ich diese sozusagen 'auf die Schnelle' als statische Diashows aus Lightroom erzeugt. Hintergrund war seinerzeit, daß ich gern einen Bereich haben wollte, in dem ich eine Kurzgeschichte in Bildern zu einem bestimmten Ereignis erzählen kann. Und dazu gehört nun mal eine Diashow.
Aber ich wußte, die statische Variante ist keine Dauerlösung. Ich habe zwischenzeitlich hin und her überlegt, was besser ist: Ein Java-Applet, eine Lösung mit JavaScript oder ein Flash-Objekt. Der fertig existierende Autoviewer hat schließlich den Ausschlag für ein Flash-Objekt gegeben (großer Dank an dieser Stelle an Felix Turner!).
Nun hatte ich endlich Zeit, die Funktionalität zu bauen, die auf der Serverseite nötig ist, um den Autoviewer dynamisch mit Inhalten zu 'füttern'.
Es gibt zwei neue Tabellen in der Datenbank, mit denen ich Narratives zusammenstellen kann sowie zwei neue Java Server Pages, die die von Autoviewer verlangte Bildliste dynamisch für eine gewählte Kurzgeschichte aus der Datenbank zusammenstellen und den Autoviewer aufrufen. Dazu einige Anpassungen an den URLs und Links der Site und jetzt ist alles fertig (* freu *).
Die Narratives auf photochrome.de findet ihr hier.

Allerdings hatte ich diese sozusagen 'auf die Schnelle' als statische Diashows aus Lightroom erzeugt. Hintergrund war seinerzeit, daß ich gern einen Bereich haben wollte, in dem ich eine Kurzgeschichte in Bildern zu einem bestimmten Ereignis erzählen kann. Und dazu gehört nun mal eine Diashow.
Aber ich wußte, die statische Variante ist keine Dauerlösung. Ich habe zwischenzeitlich hin und her überlegt, was besser ist: Ein Java-Applet, eine Lösung mit JavaScript oder ein Flash-Objekt. Der fertig existierende Autoviewer hat schließlich den Ausschlag für ein Flash-Objekt gegeben (großer Dank an dieser Stelle an Felix Turner!).
Nun hatte ich endlich Zeit, die Funktionalität zu bauen, die auf der Serverseite nötig ist, um den Autoviewer dynamisch mit Inhalten zu 'füttern'.
Es gibt zwei neue Tabellen in der Datenbank, mit denen ich Narratives zusammenstellen kann sowie zwei neue Java Server Pages, die die von Autoviewer verlangte Bildliste dynamisch für eine gewählte Kurzgeschichte aus der Datenbank zusammenstellen und den Autoviewer aufrufen. Dazu einige Anpassungen an den URLs und Links der Site und jetzt ist alles fertig (* freu *).
Die Narratives auf photochrome.de findet ihr hier.
Ein neues Jahr
Gewalt ist niemals die Lösung von Konflikten
Nun ist das Neue Jahr gerade angebrochen, aber ein ernstes Thema bleibt uns nicht erspart: Krieg und Verderben werden die Menschen auch in diesem Jahr nicht verschonen.
Als ich gestern in der Stadt die letzten Sonnenstrahlen des alten Jahres für ein paar Fotos ausnutzen wollte, kam ich an einer Kundgebung von Palästinensern vorbei.
Egal, wer Raketen auf wen abfeuert oder wer Bomben auf wen abwirft, das Ergebnis ist immer dasselbe. Unsägliches Leid und unvorstellbare Qualen für die Menschen, das bestätigen die Bilder des aktuellen Konflikts.
Wann werden wir es schaffen, die Gewalt zu überwinden und unsere Konflikte auf andere Art lösen? Wir alle müssen dazu beitragen und Gewalt ächten.
Als ich gestern in der Stadt die letzten Sonnenstrahlen des alten Jahres für ein paar Fotos ausnutzen wollte, kam ich an einer Kundgebung von Palästinensern vorbei.
A New Year - Frankfurt, December 31, 2008
Egal, wer Raketen auf wen abfeuert oder wer Bomben auf wen abwirft, das Ergebnis ist immer dasselbe. Unsägliches Leid und unvorstellbare Qualen für die Menschen, das bestätigen die Bilder des aktuellen Konflikts.
Wann werden wir es schaffen, die Gewalt zu überwinden und unsere Konflikte auf andere Art lösen? Wir alle müssen dazu beitragen und Gewalt ächten.