RSS feed
<< June 2009 | Home | August 2009 >>

Gadgetmania

Ist das noch Fotografie?

Heute lese ich, daß Canon einen Bildstabilisator angekündigt hat, der sowohl Verwacklungen als auch Drehbewegungen der Kamera ausgleichen soll.

Ich finde es erstaunlich, welcher Aufwand in solche Gadgets gesteckt wird. Gesichtserkennung, tausend Bildprogramme, Rote-Augen-Erkennung, Erkennung lächelnder Ausdrücke, usw., grauenvoll.

Leute: Wenn ihr keine verwackelten oder verdrehten Bilder wollt, haltet einfach die Kamera ruhig und gerade. Und an Canon: Löst lieber endlich das Problem der Glanzlichter (specular highlights) bei digitalen Aufnahmen.

Staged vs. Candid

I know why I won't succeed in staged shots evah

I have been asked to make photographs during a wedding in the family that commenced yesterday. It was difficult because I am nothing less than a portrait photographer or one for staged wedding photographs. And I never did a wedding so far except for my own. No own photographs from that occasion for obvious reasons ;-)

Looking at work from top notch portrait and people photographers such as Louise Burton or Bill Wadman I clearly see my limitations in this field. I feel so much more comfortable in candid and spontaneous situations.


Staged: Wedding of Christine and Till, July 10, 2009
(click for larger view)

However, I accepted the couples wish and did the shooting having mutually agreed to do no staged shots except for some in the park with the couple, their families, groomsman and maid of honour (are these the correct english words for witnesses to the marriage?...).

Worse comes to worse the light yesterday was horrible, I think it must have been the coldest, gustiest and cloudiest day in July I ever remember.


Unstaged: Christine is about to throw her bridal bouquet, July 10, 2009
(click for larger view)

Finally I got some decent photographs from the two on their happy day but, gee, it was hard. My world is the true moment, spontaneous, unpredicted. I think with staged shots such as portrait or wedding sessions too such unpredicted, spontaneous moments happen but to generate and capture such moments from a staged situation is what makes an exceptional portrait photographer such as the mentioned in my eyes.

Stick to your guns. I know I won't succeed in staged shots evah.

Dialog der Maschinen

Eine Programmschnittstelle rundet die Artikelserie zum Audioserver ab

Zur Abrundung der Artikelserie zum Audioserver erschien heute der angekündigte Artikel zur Programmschnittstelle.

Er befaßt sich mit der Herstellung einer Programmschnittstelle (API), über die andere maschinelle Komponenten die Funktionen des Servers nutzen können. Der Artikel beschreibt am Beispiel einer Benutzerschnittstelle unter Verwendung des Google Web Toolkits, wie man bestehende Serverfunktionalität unabhängig von der Webapplikation des Servers nutzen kann.

Eine andere Welt

Optik von Zeiss gibt digitalen Fotografien eine besondere Note

Ich mache seit dem Jahr 2001 digitale Fotos. Ernsthaftere Fotografien, die über Familienschnappschüsse oder Urlaubsfotos hinausgehen allerdings erst seit Mai 2006, als ich mit der Canon EOS 350D meine erste digitale Spiegelreflexkamera erwarb.

Neben den verschiedenen Inhalten, die ich fotografiere und bei denen ich stets versuche, meine eigene Sichtweise in die Fotografie zu legen, suche ich von Anfang an nach einer Anmutung des fertigen Bildes, die ich aus früheren Zeiten kenne, als ich noch auf Film fotografierte.

  
Canon AE-1 Program, Canon FD Objektive, gescannt von Fuji Diafilm
(große Ansicht mit Klick auf ein Bild)

Seinerzeit, d.h. zu Beginn der 1980er Jahre, benutzte ich eine Canon AE-1 Program. Das Aussehen der Fotografien, die damit entstanden, war von zwei Faktoren bestimmt. Den Objektiven und dem Film. Mit der Digitalfotografie ist der Faktor Film entfallen und an seine Stelle trat das Gespann aus Bildsensor und Bilderverarbeitungslogik.

Verarbeitungslogik ist nochmals unterteilt in Bildverarbeitungshardware und -software, d.h. die Hardware der in Digitalkameras verbauten Sensoren und ihre Bildprozessoren erzeugen das Rohmaterial, das man mit Bildverarbeitungssoftware 'entwickelt'. Ich mache ausschließlich Fotografien im RAW-Modus der Kamera, um genau diesen Rohzustand und mithin die größtmögliche Bildinformation zu erhalten, die die Kamera erfassen kann.

Mit Benutzung der 350D und meinen kurz zuvor begonnenen Aktivitäten auf flickr fand ich schnell heraus, daß 2006 nur eine Kamera in der Lage war, annähernd an die Bildqualität aus 'alten' Tagen heranzureichen. Die Canon EOS 5D hatte anders als alle anderen Fabrikate einen Vollformat-Sensor, dessen RAW-Fotografien so ähnlich aussahen, wie auf Kodak Portra fotografiertes Material.

Diese Kamera ist seither mein Werkzeug der Wahl, ihre Bildqualität ist heute, wo auch andere Hersteller digitale Vollformat-Kameras anbieten, noch einzigartig.

Natürlich schielt man als 'Film-Liebhaber' immer wieder einmal auf Fotografien, die mit einer Leica M, einer Contax oder auch einer Hasselblad entstanden sind und man fragt sich, abgesehen vom Film, wie diese Qualität zu erzielen ist. Bald kommt man zur Erkenntnis, daß die Optik das Entscheidende ist, sowohl beim Fotogafieren mit Film wie auch digital.

Ich hatte mich sehr an die Brennweite gewöhnt, die ich für die Straßenfotografie mit dem Canon EF 28mm 1:1,8 einsetzte, als ich vergangenes Jahr das Canon EF 35mm 1:1,4 L anschaffte. Das 35mm ist ein fabelhaftes Objektiv und als Standardbrennweite oft an der Kamera.


Canon EOS 5D, Zeiss Distagon T* 2/28mm ZF

Allerdings fehlte mir etwas, das ich nicht benennen konnte, bis ich auf meiner Suche nach einem 28mm-Objektiv zum ersten Mal Fotografien des Zeiss Distagon T* 2/28mm ZF zu sehen bekam. Hier bin ich auf ein ganz erstaunliches Objektiv gestoßen, dessen Leistung mich von dem Augenblick an faszinierte, da ich Fotografien sah, die damit gemacht wurden.


Canon EOS 5D, Zeiss Distagon T* 2/28mm ZF

Mittlerweile habe ich das Objektiv etwa drei Wochen und obwohl ich noch nicht so viele Gelegenheiten hatte, damit zu fotografieren, kann sich der Unterschied sehen lassen. Kontrast, Farbe und Schärfe erzeugen eine ganz eigentümliche 'Dichte' der Fotografien, die in Tonalität und Anmutung maximal an Aufnahmen auf Film heranreicht.


Canon EOS 5D, Zeiss Distagon T* 2/28mm ZF

Es ist fabelhaft, was diese Optik leistet. Hier können selbst hochwertigste Canon-Objektive nicht mithalten, von der Verarbeitung und dem Material ganz zu schweigen. Meine Empfehlung an alle Liebhaber der klassischen Fotografie und mein Dank an Zeiss für ein solches Meisterstück.
<< June 2009 | Home | August 2009 >>