Freiheit für Iran
Eine Demonstration erinnert an die andauernden Mißstände

Umso nötiger ist es, wichtige Themen in der Öffentlichkeit zu halten und dafür zu sorgen, daß sie nicht totgeschwiegen werden. Am Samstag war es mal wieder soweit. Gegner des Regimes im Iran und dessen Präsident waren in Frankfurt auf der Straße, um an die Mißstände im Iran zu erinnern und Freiheit für den Iran zu fordern.
Einige Demonstranten trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Ahmadinejad is not my president", es wurden Schilder gezeigt mit Aufschriften wie z.B. "Weg mit Zensur im Iran", "Stopp mit Folterung im Iran". Tafeln mit Fotografien von gewalttätigen Ausschreitungen der Miliz gegen friedliche Demonstranten im Iran wurden hochgehalten und immer wieder "es lebe die internationale Solidarität" skandiert.

Der Demonstrationszug bewegte sich vom Römer über Goetheplatz, Fressgass, Opernplatz in Richtung Bockenheimer Warte. Unterwegs schlossen sich spontan weitere Bürger der Demonstration an. Auf der Bockenheimer Landstraße kam es zeitweilig zu Verkehrsbehinderungen, als die Demo ausgerechnet in der Ruhe des feinen Frankfurter Westends ins Stocken geriet.
Die Demonstration verlief friedlich. Ein demokratischer Rechtsstaat hat seine Vorteile, wenn man bedenkt, was mit den Menschen, die an der Demonstration teilnahmen im Iran passiert wäre, wenn sie dort stattgefunden hätte. Ein Wert, den es zu verteidigen gilt. Ebenso wie die Freiheit, hier wie anderswo.
Dream Worlds
Meine fotografische Auseinandersetzung mit Vergnügungseinrichtungen

Anders als viele meiner Fotografien, die meistenteils einfach Momentaufnahmen dessen sind, was gerade unvermittelt mein Auge fesselt, sind die Fotografien im Buch mit dem Ziel entstanden, Teil eines Ganzen zu sein.
Es ist eine andere Herangehensweise und durchaus auch schwieriger, einer solchen selbst gesetzten Zielsetzung zu folgen. Man muß aufpassen, sich nicht davon einschränken zu lassen und gleichzeitig fokussiert sein auf einen bestimmten Themenbereich. Interessant ist, daß ich selbst auch erst mit der Zeit gelernt habe, was mich an dem Thema eigentlich interessiert und wie ich es am besten im Bild festhalte.
Da sind sicherlich zunächst die vielen bunten Leuchtfassaden und Fahrgeschäfte, "Eye Candy" wie es so schön heißt. Aber auch die Besucher und Betreiber fügen sich ins Bild und formen einen Gesamteindruck, der mit den Fotografien in dem Buch vermittelt werden will.
Obwohl ich keine feste Vorgabe für die Fertigstellung verfolgte, hatte ich eine Vorstellung davon, was dieses Ganze ausmacht. Dieser Punkt ist nun erreicht und ich bin froh, das Vorhaben mit der Erstellung des Buches abgeschlossen zu haben.
Maschinelle Feiertagsbestimmung
Die Holiday API in neuem Gewand
Neben der Datenbank entstand auch eine Programmbibliothek zur universellen Bestimmung der gespeicherten Feiertage die seither in einem Online-Kalender tickt.
Für meinen Online-Kalender weltweiter Feiertage habe ich nun auch eine Programmschnittstelle gebaut, die es erlaubt, beliebige andere Machinen mit der Feiertags-Datenbank online zu integrieren und die maschinelle Bestimmung der Feiertage auch "von außen" nutzbar zu machen.
Die Holiday API gibt es hier: http://api.daybase.eu.
Alter Wein in neuen Schläuchen
Wo bleibt der nächste große Entwicklungssprung in der Digitalfotografie?
Heute wurde wieder einmal eine neue Kamera offiziell angekündigt. Die Canon EOS 7D vereint auf einem Bildsensor im APS-C-Format (22,4 x 14,9 mm; 1,6 crop) die gewaltige Zahl von 18 Millionen Bildpunkten.
Einmal mehr wird die rapide fortschreitende Technisierung der Fotografie offensichtlich. Vollautomatische Belichtungseinstellung ist schon lange kein Thema mehr. Hinzu kommen neuerdings automatische ISO-Vorwahl, automatische Face-Detection-AF, elektronische Wasserwaage im Sucher, usw., usf.
Bildqualität tritt auf der Stelle
Das selbständige, bewußte Sehen und Machen von Fotografien gerät mit diesen Hilfsmitteln zunehmend ins Hintertreffen oder wird gleich ganz abgeschafft. Und trotz der vielen Neuvorstellungen der letzten Jahre ist die "sichtbare" Bildqualität großenteils gleich geblieben.
Zwar wurden die Möglichkeiten stetig erweitert, man denke nur an die enorm gestiegene Lichtstärke nahezu ohne Qualitätseinbußen oder die größere Auflösung. Aber die Fotografien jeweils aktueller digitaler Kameras sehen seit einiger Zeit nicht nennenswert anders aus als die ihrer Vorgängermodelle.
Leider wird die digitale Bildqualität im Vergleich mit Farb-Negativfilmen und Diafilmen überhaupt nicht verbessert. Während immer neue Kameras auf den Markt kommen, befindet sich die Digitalfotografie in diesem Punkt praktisch noch auf dem Stand von vor vier Jahren (!), als Canon mit der 5D eine bis dato nicht gekannte Bildqualität auf den digitalen Markt brachte.
Die Dichtekurve als Merkmal der Bildqualität
Um nachzuvollziehen, woran es hapert, muß man sich zunächst von den vielen Begriffen wie Megapixel, Rauschen und ISO lösen, die in der Werbung umherschwirren. Auch die in der Werbung gern außer Acht gelassene Sensor- und Pixelgröße sowie die Pixeldichte sind hierbei eher Hilfsmittel zur Bestimmung dessen, was eigenltich zählt: Die Dichtekurve und der Dynamikumfang.
Die Dichtekurve ist in der Fotografie die mathematische Beschreibung des Verhältnisses zwischen dem Ausmaß der Belichtung und der Reaktion des lichtempfindlichen Materials (Film, Sensor).

Dichtekurve. Der lineare Bereich befindet sich zwischen den Punkten B und C
Fotografisches Material (Film) ist nur in einem beschränkten Umfang in der Lage, linear, das heißt direkt proportional, auf Änderungen der Belichtung zu reagieren. Außerhalb dieses linearen Bereiches werden Änderungen der Belichtung nicht mehr 1:1 in eine Änderung der Schwärzung (Dichte) überführt. Chemisches Fotomaterial reagiert im nichtlinearen Bereich durch langsame Annäherung an die minimale und maximale Dichte.
Führen geringe Änderungen der Belichtung zu starken Änderungen der Dichte, spricht man von einem harten Verhalten, umgekehrt von einem weichen. Farb-Negativfilme neigen zu weichem, Diafilme zu hartem Verhalten.
Charakteristisch für die Qualität heutiger digitaler Fotografien ist aber, daß Sensoren bislang nur linear auf Änderungen der Belichtung reagieren. Am oberen Ende wechseln sie hart vom linearen Verhalten zur Übersättigung und keineswegs mit einer verlangsamten Annäherung an die maximale Dichte.
Wann kommt die nichtlineare Bilderfassung?
Die Entwicklung eines digitalen Bildsensors mit gemischt linearer und nichtlinearer Bildaufzeichnung wäre ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal für einen Kamerahersteller und verspricht hohe Erträge. Umso verwunderlicher ist es, daß sich bislang keiner der namhaften Hersteller wie Nikon, Sony, Canon oder Leica dieses Themas angenommen hat.
Ich wäre unter den Ersten, die sofort eine Kamera mit einem solchen Sensor kaufen und sehe deshalb jeder Neuankündigung mit Spannung entgegen. Ich bleibe dabei: Die nächste digitale Kamera, die ich erwerbe, muß in den mit ihr erzeugten Fotografien deutlich sichtbare Verbesserungen, also mehr Details im nichtlinearen Bereich aufweisen.
Update (02.09.2009): Es ist nicht ganz korrekt, daß sich keiner der Hersteller des Themas angenommen hat. Nikon bietet mit "Active D-Lighting" Abhilfe und Canon hat mit der Sonderfunktion "Highlight Tone Priority" (HTP) eine Möglichkeit geschaffen, mehr Details in den Glanzlichtern zu erfassen. HTP ist in den Modellen ab einschließlich der 40D verbaut und wirkt sowohl im RAW-Modus als auch für JPEG-Bilder.
Allerdings bleiben die Ergebnisse bislang mangels ausreichendem Dynamikumfang hinter den Erwartungen zurück und sind noch nicht mit den Leistungen von Film vergleichbar. Dynamikumfang und Dichtekurve bleiben für mich der wichtigste Bereich für baldige Verbesserungen.