snapfish Note sehr gut
Praxistest: Was taugen Abzüge vom digitalen Foto?
Nicht die geringste Abweichung gegenüber den Farbtönen des Bildschirms ist sichtbar. Auch Helligkeit und Details in Tiefen und Lichtern sind bis auf sehr geringfügige Verluste in den Tiefen so wie auf dem Bildschirm. Was mir besonders wichtig war, Farbtreue und Übereinstimmung in Helligkeitsgrad und -verteilung gegenüber der Bildschirmdarstellung, ist voll erreicht.
Alle Abzüge weisen exzellente Detailzeichnung, Tiefe und Schärfe auf, die nicht vom Original abweicht. Wenn es überhaupt einen wahrnehmbaren Unterschied gibt, dann daß die Abzüge in der Farbtiefe nicht zu 100% der Bildschirmdarstellung entsprechen. Aber dazu muß man fairerweise sagen, daß die Farbtiefe eines LCD-Monitors von Papierabzügen nicht vollständig erreichbar ist.
Für Farbabzüge auf Papier sind meine Erwartungen deutlich übertroffen. Ich kann sagen, ich bin begeistert.
Für die gesamte Leistung, beginnend mit der Auskunft beim Live-Chat, über Bestellabwicklung, Einfachheit und Angebotsvielfalt bis hin zum Ergebnis der Abzüge bekommt snapfish von mir die Note sehr gut.
Eigentlich könnte ich den Test hiermit abbrechen, aber ich möchte dennoch wissen, wie sehr sich andere Anbieter an ihre Versprechen halten. Ich setze die Folge mit Erhalt der Lieferung einer Bestellung bei einem zweiten Anbieter fort, also dranbleiben!
Das dingliche Bild
Fotografien zu Papier bringen: Der Beginn einer Reihe von Praxistests
Häufig werden weder Papierabzüge noch Fotobücher dem elementarsten Anspruch gerecht. Es hapert oft an einer hinreichenden Antwort auf die Frage: Werden meine Abzüge so, wie ich sie auf dem Bildschirm sehe bzw. was muß ich dafür tun?
Ich möchte deshalb, so wie es die Zeit erlaubt, der Frage einmal mit wechselnden Anbietern nachgehen und einen Praxistest versuchen. Zum Schluß stehen hoffentlich praktische und vergleichbare Ergebnisse, wie ich sie von einschlägigen selbst ernannten "Fachleuten und -publikationen" vermisse.
Mit meiner Rückkehr zu flickr wurde ich auf snapfish von HP aufmerksam, einen Webdienst, der Foto-Abzüge aller Art anfertigt und mit flickr intergriert ist. Das möchte ich mal ausprobieren und so fange ich meinen Praxistest mit snapfish an.
Ich habe mir ein Benutzerkonto verschafft und bevor ich Fotos hochlud, wollte ich wissen, ob Abzüge auch so werden, wie sie auf dem Bildschirm zu sehen sind. Die Hilfe und die Rubrik häufig gestellte Fragen boten darüber keinen Aufschluß. Auf der Kontaktseite findet sich ein Live-Chat-Angebot, also stellte ich meine Frage dort.

So weit, so gut, also frisch ans Werk und zehn Fotografien hochgeladen.
Ich verwende das Programm Digital Photo Professional (DPP) von Canon zum Nachbearbeiten meiner Fotografien und bearbeite damit die RAW-Dateien meiner Canon EOS 5D an einem kalibrierten Monitor. DPP erlaubt es, ein ICC-Farbprofil als Monitorprofil anzugeben und dieses auch jeder JPEG-Datei anzuheften.
Ich habe also zehn JPEG-Dateien mit DPP produziert, höchste Qualitätsstufe, unkomprimiert und mit dem ICC-Profil des Monitors versehen, das ich auch zur Bearbeitung der Fotografien verwendet habe. Die Fotodateien, mit der Auflösung 4368 x 2912 Bildpunkte alle so zwischen 7 und 15 MB groß, lud ich zu Snapfish hoch und bestellte zehn Hochglanzabzüge im Format 13 x 18 cm.
Das Häkchen beim Hochladen "Rote Augen automatisch entfernen und Fotos während des Hochladens drehen" habe ich deaktiviert. Das Häkchen bei der Bestellung "Fotos automatisch anpassen" habe ich der Beschreibung für vorbearbeitete Fotos folgend ebenfalls deaktiviert. Die Fotos gelangen auf diese Weise unverändert in den Produktionsvorgang.
Die Bestellung und die Benutzerführung verlief vorbildlich. Zudem kann man den Zustand der Bestellung auf der Webseite sehen, d.h. ermitteln, ob die Bestellung versandt wurde. Der Versand erfolgt mit Standard-Postversand und dauert laut Angabe auf der Webseite ca. 1-3 Tage. Zusammen mit 1-2 Tagen Produktion macht das also ca. eine Woche bis zum Erhalt der Ware. 10 Abzüge kosten einschließlich Lieferung und Verpackung 4,55 Euro. Mehr Abzüge in einer Lieferung sind freilich günstiger, aber für einen Test finde ich das ersteinmal o.k.
Nun bin ich also gespannt auf die Lieferung und mithin die Ergebnisse. Fortsetzung folgt...
Wunsch nach Authentizität
Ist Street Photography heutiger Prägung nicht mehr als Selbstzensur?
Als jemand, der sehr gerne in der Öffentlichkeit fotografiert, fand ich es spannend zu sehen, dass mit Publication kürzlich eine neue Veröffentlichung zum Thema Street Photography heraus kam. Die erste Ausgabe betrachtet mit dem Thema Inspiration etwas, das für jeden Fotografen unverzichtbar ist.
Enttäuscht hat mich dann aber das Ergebnis: Keineswegs inspirierend, die Essays viel zu bemüht und ohne Impuls oder Erkenntnis, die beiliegenden Abzüge schön gemacht aber bis auf wenige rühmliche Ausnahmen mäßig. Mein Fazit: Eine gute Initiative, sehr zu begrüßen, die sich aber hoffentlich auf Dauer noch steigert.
Störend finde ich überhaupt das fortwährende Thema Street Photography überall. Ich schätze das Genre sehr, allerdings in seiner klassischen Form. Was alles in Street Photography hinein interpretiert wird, kann ich nicht teilen.
Mehr noch: Die Werke, die heute als Street Photography bezeichnet werden, folgen für meinen Geschmack zuallermeist einer sehr engstirnigen Auslegung. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass Fotografien die ich mache oder die mich interessieren, nicht zu dieser heutigen Lesart zählen.
Für mich ist jedenfalls die Konsequenz, lieber dem zu folgen, was ich jeweils fotografieren möchte. Die selbst ernannten Street Photographer heutiger Prägung folgen nach meinem Gefühl einer seltsamen, einengenden Selbstzensur, die im Ergebnis einfach aufgesetzt wirkt.
Authentizität sieht anders aus.
Der Aufschwung naht
Weniger Freizeit im Jahr 2010
Rechnet man Neujahr 2011 hinzu, fehlen dem handelsüblichen Berufstätigen ganze fünf arbeitsfreie Tage. Der Tag der Arbeit, der Tag der Deutschen Einheit, beide Weihnachtsfeiertage und Neujahr fallen auf einen Samstag oder Sonntag.
Anders als in anderen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien oder Australien werden in Deutschland die auf ein Wochenende fallenden Tage nicht auf Freitag oder Montag gelegt. Weg ist weg, Pech gehabt.
Soll mir nächstes Jahr keiner kommen und von Konjunkturloch sprechen. Mal grob ausgehend von 260 Arbeitstagen im Jahr müßte allein der Feiertagsschwund das Bruttosozialprodukt bereits um satte 1,9 % heben.
Deutsch für Fortgelaufene: Niedriger Status
Begriffe die die Welt nicht braucht
In den USA hat sich das noch nicht herumgesprochen, dort ist wahrscheinlich erst seit kurzem bekannt, daß es andere Sprachen gibt.
So erklärt sich möglicherweise auch die Aussage "Niedriger Batteriestatus", die ich mangels verbleibender Akkulaufzeit regelmäßig von meinem tragbaren Klapprechner mitgeteilt bekomme. Erfolgt der Hinweis dankenswerterweise rechtzeitig bevor dem Akku der Saft vollends ausgeht, verhindert die Formulierung nicht ohne weiteres einen Energieunfall.
Erst das Kleingedruckte in der Sprechblase klärt auf: "Wechseln Sie sofort die Batterie, oder stellen sie um auf externe Stromversogung, um Datenverlust zu vermeiden". So so, das ist ja eine schlaue Empfehlung. Wie wäre es anstelle solcher naseweisen Vorträge stattdessen mit einer langlebigeren Batterie das nächste Mal?, ist man geneigt zu fragen.

Mit einer Aussage, die mehr Inhalt als die Batterie Strom hat, erübrigte sich derlei Gewäsch. Wie wäre es zum Beispiel einfach mit "Akku fast leer"? Der niedrige Batteriestatus gehört jedenfalls an den Pranger der Unworte des Jahres, mindestens aber in die Kategorie "Deutsch für Fortgelaufene".
;-)

